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Laufen bei Wind und Wetter

Wie jedes Wochenende stand auch an diesem letzten Sonntag im August ein langer Lauf im No Meat Athlete-Trainingsplan. 15 Kilometer sollten es werden. Momentan ist meine Lust auf ebenen Strecken zu laufen aber gleich Null. Deswegen dachte ich mir: “Dieses Wochenende ist der Hausberg fällig!” Von der Haustüre weg bis zum Pfänder.

Laufen bei Wind und Wetter gehört ja seit jeher zum Programm, daher machte ich mich auf alles gefasst, denn der Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Mein neuer Laufbegleiter, der Hoka OneOne EVO Race Pack mit 17 Liter Packvolumen, kam natürlich mit. Ich packte meine wasserabweisende Windjacke mit ein und außerdem Proviant, der locker für einen 3-Stunden-Lauf reichen würde. Das ich das auch brauchen würde, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht klar – aber es bestätigt mal wieder meinen Hang zu Übertreibungen.

Von mir zuhause bis zum Pfänder sind einige Höhenmeter zu bewältigen und ich musste öfters Gehpausen einlegen. Dank meinem Race Pack sah ich trotzdem unglaublich sportlich dabei aus. Ich erklomm also tatsächlich die Spitze des Pfänders auf 1064 Metern und fühlte mich wieder wie ein Kind. Denn zuletzt war ich dort (zu Fuß) als ich ungefähr 10 Jahre alt war. Wir sollten wirklich wieder unsere Umgebung direkt vor der Haustüre erkunden. Es gibt viel zu entdecken!

Bodensee-Foto vom Pfänder für euch

Bodensee-Foto von der Pfändespitze für euch

 

Laufen bei Wind und Wetter

Auf dem Rückweg begann es zu tröpfeln. Irgendwie verpasste ich dann den optimalen Zeitpunkt, meine Jacke auszupacken und anzuziehen. Irgendwann stand ich tropfnass im Wald und gab es auf, den Wasserpfützen auszuweichen. Nass ist nass. Da kann man genausogut mittendurch laufen. Laufen bei Wind und Wetter ist schon eine praktische Sache, wenn man mal dabei ist. Dann kam noch der Nebel dazu und irgendwann stellte ich fest: Das mit den 15 Kilometern wird irgendwie nix.

Bei der Streckenplanung hatte ich mich wohl ein wenig vertan. Es wurden etwas mehr als 20 Kilometer (und gefühlte 3000 Höhenmeter) und ich war 3 Stunden unterwegs. Ich habe beinahe meinen kompletten Proviant verputzt, brav mein Wasser getrunken und musste mich 2 x in die Büsche schlagen. Und hier hätte ich mal eine Frage an die Halb-Marathonis unter euch (vorrangig die Ladies, denn die Herren der Schöpfung kennen das Problem scheinbar nicht):

Wie läuft man 21 Kilometer durch, ohne mal für kleine Turtles in die Büsche zu müssen?

Das “in die Büsche gehen” wär jetzt nicht so das Problem, aber bei meinem Halbmarathon gibt es die Möglichkeit einfach nicht. Es gibt zwar Büsche, aber die sind quasi rundum “einsichtig”. Ich werde natürlich direkt vor dem Start nochmal das Örtchen aufsuchen und dann hoffe ich einfach, dass sich vor lauter Aufregung alles in Wohlgefallen auflöst. Aber gibt es vielleicht Tipps von eurer Seite dazu?

Ich leg jetzt mal die Füße hoch … noch 3 Wochen bis zum Halbmarathon! Das kann was werden ;)

Nass bis auf die Haut, aber happy!

 

 

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Endspurt

Endspurt

Umgerechnet auf meinen 10-Wochen-Trainingsplan – mit dem Ziel 5 Kilometer durchzulaufen – wäre ich jetzt wohl auf dem letzten Kilometer. Endspurt. Quasi kurz vor dem Zieleinlauf. Ich bin in Woche 8 meines Laufexperiments angelangt und die Acht ist auch gleich meine Zahl der Woche. Denn inzwischen laufe ich 8 Minuten am Stück. Genau wie es der No Meat Athlete – Plan vorausgesagt hat ;)

Fällt mir momentan nicht besonders leicht, denn der Urlaub ist vorbei und ich durfte direkt in die Nachtschicht einsteigen. Drei Wochen am Stück die ganze Nacht durcharbeiten – permanenter Schlafmangel inklusive. Ich habe den Rhythmus einfach noch nicht wiedergefunden. Das hat alles ein wenig durcheinander gebracht. Die Füße waren auf einmal wieder so schwer wie ganz am Anfang und hin und wieder kostete es richtig Überwindung, überhaupt die Laufschuhe zu schnüren. Aber ich zieh das durch!

Auf das große Finale in zwei Wochen freue ich mich schon sehr, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das schaffe!

Neue Rezepte ausprobiert

Ich habe mich übrigens mal wieder auf unbeliebtes Terrain vorgewagt: die Küche. Schoko-Avocado-Mousse stand auf meinem Wunschzettel und das habe ich richtig gut hinbekommen. Es war sehr easy zu machen und sogar meine Freundin war davon begeistert, was schon was heißen will.

Dann habe ich mich noch an die sensationelle Veggie-Burger-Formel getraut. Das Ergebnis war nicht wirklich fotoreif. Ich weiß nicht, woran es lag – vielleicht an der mangelnden Kochroutine. Aber geschmeckt hat es trotzdem super!

So, nun muss ich schon bald wieder in die Arbeit … aber he, es ist Endspurt angesagt! Das Wochenende steht schon vor der Tür. Und in zwei Wochen bereite ich mich dann mental schon mal auf DAS Lauf-Großereignis des Jahres vor: mein 5-Kilometer-Lauf.

Stay tuned,

Euer Tobi

 

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Leistungsabfall kurz vor dem Halbmarathon

Meine 8. Woche der Halbmarathon-Vorbereitung wäre laut No Meat Athlete Trainingsplan eigentlich eine ruhige, regenerative Woche. Ich habe mich brav an den Plan gehalten und das Training entsprechend reduziert – einen Tag musste ich sogar komplett ausfallen lassen, da ich eine kleine, ambulante OP an der Nase hatte. Ich war nicht böse, denn so fiel das ungeliebte Intervalltraining weg ;)

Dann erhielt ich noch meine alljährliche Hiobs-Botschaft (wie jedes Jahr vor einem wichtigen Lauf), entdeckte die wilde Landschaft des Bregenzerwaldes und wurde für einen Wettbewerb der besonderen Art vorgeschlagen, der mich mehr Nerven kostet, als jeder Halbmarathon. Aber beginnen wir von Anfang an.

Leistungsabfall

Seit einigen Wochen läuft’s bei mir nicht mehr ganz so rund: Puls ist niedrig, aber die Anstrengung sehr hoch. Habe teilweise das Gefühl, weniger Leistung beim Laufen bringen zu können. Als ob sich meine Trainingspulsbereiche nach unten verschoben hätten. Daraufhin ließ ich mal meine Blutwerte checken.

Und nun sind wir also da, vier Wochen vor meinem ersten Halbmarathon und das Blutbild sagt: meine Eisenspeicher sind leer. Aber sowas von leer. Dieses Ereignis reiht sich somit in die alljährliche Tradition der nervigen Botschaften vor meinen wichtigsten Läufen des Jahres ein: 2012 Hüftsehnenentzündung und Laufverbot für meinen ersten Viertelmarathon, 2013 Zehenbruch vor meinem ersten Viertelmarathon (der zweite Versuch – und ich bin übrigens trotzdem gelaufen) und nun eben 2014 Eisenspeicher leer, Leistungsabfall und das 4 Wochen vor meinem ersten Halbmarathon.

Aber hey, ich wäre kein richtiger No Meat Athlete, wenn ich das nicht als Herausforderung sehen würde. In meinem Lauftagebuch könnt ihr nachlesen, was ich nun anstelle und wieso ich glaube, dass mich dieser Mangel schon sehr lange begleitet. Seither esse ich übrigens “eisenoptimiert” – schmeckt lecker! Wer mehr dazu wissen möchte, schreibt mir einfach.

Wettkampf der Fans & Unterstützer

Und nun zu meinem “Wettkampf”: mein Mann hat mich als “Läuferin des Jahres 2014″ vorgeschlagen auf der Website laufen.de – ins Finale kommen die 3 Vorschläge mit den meisten “Gefällt mir”-Klicks. Derzeit liege ich auf Platz 3 und es ist wirklich aufregend! Wenn ihr mich unterstützen mögt, dann schenkt mir euren Klick (den Kommentar meines Mannes liken – steht mein Name drin)! Auch wenn man sich dafür leider registrieren muss – oder per Facebook anmelden – ich kann das nur schaffen mit der Hilfe meiner No Meat Athlete – Community, denn die anderen Läufer, die vorgeschlagen sind, sind natürlich um Welten besser als ich und haben dementsprechend eine riesige Fanbase, wie es scheint. Ich würde jedenfalls gerne im November beim Finale die No Meat Athlete-Fahne hochhalten und dabei sein.

Kuhles Finish

Und Ende gut, alles gut: ich war am Samstag im Bregenzerwald laufen! 300 Höhenmeter, tolle Natur und tolle Tiere. Ich habe ein Selfie mit einer sehr hübschen Kuh für euch gemacht und ich glaube, früher oder später wird mich mein Läuferweg doch in Richtung Berglauf treiben, auch wenn es momentan eher ein Turtle-Speed-Hiking ist, als das es irgendwas mit Laufen zu tun hat. Aber jeder fängt mal klein an, oder?

Kuhle Sache!

Kuhle Sache!

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Interview mit dem Spendenläufer und No Meat Athlete Marcel Buchholz – Teil II

Wie bereits angekündigt kommt hier der zweite Teil des Interviews mit Marcel Buchholz, dem Spendenläufer und No Meat Athlete vom Niederrhein. Diesmal geht es um die Grenzerfahrung “Ultramarathon” und das dafür nötige Training. Außerdem erhalten wir einen kleinen Ausblick auf Marcels kommende Projekte.  

Ein Lauf über so weite Strecken ist sicherlich eine körperliche Grenzerfahrung, wie können wir uns Kilometer 200 nach über 35 Stunden Laufen am Stück vorstellen? Was geht da in dir vor? Und wie sehen konkret deine Vorbereitungen für so einen Lauf aus?

Marcel beim Hexenstieg Ultralauf

Es ist unglaublich. Im Nachhinein! Während des Laufs, läuft man. Bei diesem Lauf habe ich irgendwie gar nicht soviel gedacht. Ich war fester Überzeugung den Hexenstieg zu finishen. Als es nach 60 km vom Teufelsstieg (die steile Seite) aus den Brocken hoch ging, dachte ich mir zum ersten mal, dass das hier eine ganz harte Nummer wird. Aber diese kräftezehrenden Passagen wurden immer wieder durch wundervolle Naturbilder neutralisiert. Es waren harte Singletrails, breite Wanderwege und kaum Asphalt. Man war vollkommen drin, in diesem Naturabenteuer. Auch als ich nach 170 km extreme Probleme mit meiner Kniekehle bekam, und oftmals nur noch marschieren konnte, wußte ich dennoch, genau hier, und gerade jetzt das Richtige zu tun. Es fühlte sich einfach gut an dort zu sein! Meine gewünschte Zielzeit von unter 40 Std. konnte ich mir mit der Verletzung abschminken, aber genau darum ging es auch gar nicht. Es ging um das Erlebnis mit der Natur und mit sich selbst. Ich habe noch keine vergleichbaren Situationen durchlebt, wie einen Ultralauf, wo man so nah bei sich ist, so tief in sich selbst schaut. Man durchläuft in so einer langen Zeit so viele Höhen und Tiefen, was ich genau bei Kilometer 200 gedacht habe, weiß ich nicht mehr. Auf Grund des Schlafmangels habe ich mir irgendwann ziemlich phantastische Sachen eingebildet. So entschied ich mich dann doch nochmal ein paar Minuten in die Wiese zu legen und Kraft zu tanken. Man sollte einfach entspannt bleiben, und sich keinen Kopf machen, wenn man sich 5 km verlaufen hat, weil man nachts vor Wildschweinen weggerannt ist… Ich habe mich noch 500 m vor dem Ziel verlaufen, weil ich auf der falschen Flußseite war, das war sehr ärgerlich.

Spezielle Vorbereitungen, nun ja. Im Nachhinein betrachtet, konnte ich, glaube ich noch nie so konsequent trainieren, wie ich es mir vorgenommen habe. Ich bin halt Familienvater, und deswegen immer wieder kompromißbereit mit meinen Trainingszeiten. Ich laufe im Schnitt 100-120 km pro Woche. In der heißen Vorbereitungsphase können es schon einmal 170 km werden. Mehr ist zeitlich definitiv nicht möglich. Ich laufe jeden Tag zur Arbeit und zurück. Und meine langen Sonntagsläufe starten immer so um ca. 3:00-4:00 Uhr morgens. So verschläft meine Familie den größten Teil meines Trainings, so kann ich ruhigen Gewissens laufen und niemand wird vernachlässigt!

No Meat Athlete von Matt Frazier richtet sich ja vor allem an Läufanfänger*innen, was würdest Menschen raten, die gerade mit dem Laufen beginnen wollen?”

Ganz, ganz einfach – Spaß haben!!! Seinen Weg zu finden, ob schnell, langsam, trailig oder Straße. Oder von allem etwas. Laufen hilft gegen alles! Laufen ist unglaublich vielfältig, wenn man es nur zulässt. Auf keinen Fall zu hohe Ziele stecken, nicht mit den “Erfahrenen” messen. Schnell können so durch falsches oder zu hartes Training, auf das der Körper noch gar nicht getrimmt ist, Ermüdungsbrüche oder andere Verletzungen auftreten. Das Laufen genießen, und auf das gerade Vollbrachte stolz sein.

Welche Pläne hast du für die nähere Zukunft und welches langfristige Ziel verfolgst du?

Für 2015 ist mein Wunsch, mich bei einem 24 Std. Lauf an die 200 km Marke heranzuarbeiten.  Es gibt ein paar Ultraläufe im Ausland, welche mich reizen und wahrscheinlich in naher Zukunft zu sich holen werden. Da wäre der TransGranCanaria mit 125 km und über 7000 Höhenmeter. Ein wunderschöner, aber auch technisch sehr anspruchsvoller Trail einmal quer über die Insel und über die gesamte Gebirgsregion. Dann wäre da noch der Spartathlon, die inoffizielle WM der Ultraläufer. Ein Ultra über 240 km von Athen nach Sparta. Das Ziel  ist erreicht, wenn man die Füße der König Leonidas Statue berührt hat…spannend. In jedem Fall muss ich aber erstmal an mir arbeiten, insbesondere an meiner Hitzeunverträglichkeit.

Neben meinen Läuferischen Herausforderungen habe ich mir auch einige Veranstaltungen vorgenommen zu realisieren. Der Empathy Run 6 Std. Benefizlauf geht dieses Jahr in die dritte Runde. Darüber hinaus veranstalte ich im Mai 2015 einen 12/24 und 48 Std. Lauf. Der “Niederrhein Ultra Run” 200 km und 100 km Nonstop Lauf wird in 2015 ebenfalls zum zweiten mal durchgeführt. Im Dezember diesen Jahres wird das “Waldhopper Footrace 70 km” zum ersten mal stattfinden.  Alle Infos, Ausschreibungen und Anmeldungen auf meiner Homepage www.niederrheinultra.de
Für den 48 Std. Lauf bastele ich noch an einem Rahmenprogramm. Eine Idee wäre, da mehr als genug Freifläche vorhanden ist, eine Vegan-Messe parallel laufen zu lassen. Verschiedene Stände mit Imbiss und Infos, Kleidung etc. Ich möchte dem Aspekt Veganismus, bei meinen Veranstaltungen, keinen Sonderstatus geben. Es soll ganz einfach ganz normal sein, dass es bei den Vorbereitungsprogrammen und Caterings rein Pflanzliches gibt. Für die entferntere Zukunft arbeite ich daran, neben meiner eigenen Laufkarriere, auch meine Laufveranstaltungen immer ein bisschen mehr in meine berufliche Entwicklung fließen zu lassen.

Lieber Marcel, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei deinen Läufen und anderen Vorhaben.

Hier findet ihr den ersten Teil des Interviews.

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Halbmarathon-Vorbereitung Woche 8

Ich bin ein Profi!

Bereits jetzt schon bin ich voll der Lauf-Profi! Und das sag nicht ich (sonst wär’s ja langweilig), das sagen Menschen, die mir beim Laufen begegnen. Hach, was war das für eine Freude, fälschlicherweise für einen Profi gehalten zu werden. Diesen Sonntag stand ein langer Lauf auf dem Programm laut No Meat Athlete-Trainingsplan: 15 Kilometer. Das ist ja quasi schon fast ein Halbmarathon. Und so zogen wir also los, mein Mann und ich, mit einem Rucksack voll Wasser und einer Banane.

Alleine der Rucksack steigert das Profi-Aussehen ja schon ins Unermessliche, muss ich mal feststellen. Wir kämpften uns im Slalom durch die Touristenmassen, die sich heute in unser kleines Bergdorf verirrt hatten (ich befürchte ja, sie waren mit Absicht da). Nach 5 Kilometer fiel mir schon auf, dass wir ausschließlich von einheimischen Sportlern gegrüßt wurden. Sportler grüßen also Sportler. Meine Güte, ich kam mir gleich nochmal so sportlich vor, als ich sowieso schon bin!

Dann starteten wir unseren Downhill-Run von 900 Höhenmeter runter auf knapp 400 Höhenmeter und sahen plötzlich vor uns eine Gruppe langsamer Nordic Walker. Sie gingen uns mit einem Sprung aus dem Weg und ich hörte sie noch sagen: “Das sind ja richtige Profis! Besser wenn wir zur Seite gehen.” Ha! Da haben wir’s: Profis! So schaut’s aus. Bin direkt 5 Zentimeter gewachsen und raunte meinem Mann zu: “Schnell! Lauf aufrecht und leg einen Zahn zu!”

Kilometer 10 und die große Schlappe

Gut, nach 10 Kilometern hab ich dann dezent Schlapp gemacht. Die Luft war raus, das massive Abwärtslaufen fuhr mir in die Beine und als ich dann unten war, war ich wirklich müde. Habe mir ein Stück Obst gegönnt und eine kurze Foto-Pause und dann ging’s weiter. Hin und wieder ein paar Gehpausen mussten sein, sonst wäre ich wohl nicht mehr angekommen. Aber im Großen und Ganzen war ich zufrieden, denn der Lauf war sehr anspruchsvoll und trotz (oder wegen) der Abwärtslauferei enorm anstrengend. 15,6 Kilometer sind es geworden in ein wenig mehr als 2 Stunden. Werde mir das Ziel für den Halbmarathon auf 2:40 h stecken – das sollte ich auf ebener Strecke hinkriegen. Und wer mich kennt, weiß ja: ich laufe nicht, um schnell zu sein. Ich laufe, um zu laufen. Die Sache mit dem Tempo überlasse ich den anderen. Meine Qualitäten liegen definitiv woanders.

Halbmarathon in 4 Wochen

Die nächste Woche wird laut Plan eine etwas ruhigere, beinahe eine regenerative Woche und ich freu mich wirklich drauf. Ein wenig Luft holen, ein wenig verschnaufen … und dann ab in den Endspurt! So langsam kommt die Lust auf den Halbmarathon. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich ziemlich gut vorbereitet sein werde.

Profi-No-Meat-Athlete - zumindest optisch! ;)

Profi-No-Meat-Athlete – zumindest optisch! ;)

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Schatzsuche: Super-Tobi und seine Laufabenteuer

Hallo ihr Lieben,

die letzte Woche stand ganz im Zeichen der Schatzsuche, dazu gleich mehr. Heute möchte ich euch wieder mal erzählen, wie es mir ergangen ist in Woche 6 des No Meat Athlete – Plans (zur Erinnerung: Anfang September will ich  5 Kilometer durchlaufen können).

Leider fiel diese Woche von meinem No Meat Athlete – Plan komplett ins Wasser, da ich krank geworden bin. Ich fühlte mich überhaupt nicht gut dabei, gleich eine ganze Woche aussetzen zu müssen –  allein schon deswegen, weil mir einfach etwas fehlte: das Laufen. Die Tage vergingen aber Gott sei dank wie im Flug und somit habe ich dann mit Woche 7 wieder angefangen.

Es läuft soweit alles sehr gut, ich muss nur etwas langsam machen, da mein Körper noch nicht wieder ganz fit ist.

Dafür habe ich was Tolles festgestellt: Laufen und wieder Kind sein – das passt irgendwie toll zusammen! In riesige Wasserpfützen springen, Steine in einen See hineinwerfen oder aber –  wie in meinem Fall – sich auf eine Schatzsuche zu begeben!

Schatzsuche!

Wie cool ist das denn? ;) Ein Freund hat mir von seiner neuesten Aktivität erzählt. Viele von euch haben sicher schon davon gehört oder es vielleicht sogar selber ausprobiert: Geocaching!

Eine kurze Erklärung hierfür würde wohl so lauten: Leute verstecken etwas und andere Leute können es anhand von GPS Daten suchen. Den gefundenen Schatz darf man behalten, unter der Voraussetzung, dass man wieder eine Kleinigkeit hinterlegt für den nächsten Schatzsucher.

Ich habe es das erste Mal am Dienstag ausprobiert und es war einfach der Hammer.
Ein richtiges kleines Abenteuer, in das man eintaucht, um den Alltag mal hinter sich zu lassen!
Wichtig dabei ist, wenn man das Versteck mal gefunden hat, sollte man nicht einfach hingehen und den Schatz nehmen – man sollte das Ganze möglichst heimlich tun .. und zwar so, dass einen die Muggel (Menschen die nichts von Geocaching wissen) nicht entdecken.  Das ist total spannend und gar nicht immer so einfach.

Als ich zu dem angegebenen Ort gekommen bin, musste ich mir erstmal den Weg dorthin frei machen. Ich lief einen kleinen Hügel hinunter, kämpfte mich durch diverse Pflanzen, Büsche und Spinnweben, bis ich schlussendlich unter einen kleinen Brücke ankam, wo der Schatz versteckt war.

Das Versteck - oben in der Box unterhalb der Decke war er versteckt.

Das Versteck – oben in der Box unterhalb der Decke war er versteckt.

Mein Fund war sensationell! Ich hab mich wirklich gefreut wie ein kleines Kind. Konnte gar nicht mehr aufhören zu grinsen!

Mein Schatz!

Mein Schatz!

Wer mal wieder ein wenig Abenteuerfeeling in sein Leben holen möchte und unter die Schatzsucher gehen will, der sollte das einfach mal ausprobieren! Und das Beste daran:

Man kann es wunderbar mit Laufen verbinden! So kann man auch als Erwachsener mal wieder Kind sein, gleichzeitig fit werden und ein paar kleine Abenteuer erleben. Meiner Meinung nach eine wirklich coole Idee, dieses Geocaching.

Wer mehr darüber erfahren möchte bzw. wissen möchte, was man dafür braucht oder wie man anfängt, kann mir gerne einen Kommentar hier hinterlassen. :) Bin zu allen Schandtaten bereit!

Stay tuned!

Euer schatzsuchender Super-Tobi

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Kleines Fazit der No Meat Athlete-Vorstellungsreise und ein Mitschnitt vom VSD in Dortmund

© Daniela Marquardt

Am vergangenen Samstag fand auf dem VSD in Dortmund die letzte Buchvorstellung von No Meat Athlete – Mit veganer Ernährung zur persönlichen Bestform statt. Damit ist es ein guter Zeitpunkt um ein kleines Fazit zu ziehen.

Essen in Münster

Insgesamt haben in den sieben bereisten Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Münster und Dortmund) etwa 350 Menschen den Ausführungen von Katrin und Daniel gelauscht. In den meisten Fällen konnten wir neben der Buchvorstellung auch zusätzlich kostenfreie Snacks für Zuhörer*innen organisieren und in Münster waren sie sogar nach Rezepten aus dem Buch zubereitet. Zugegeben, in manchen Städten (Köln und Frankfurt) wäre ein größerer Raum passender gewesen, doch allen Sauerstoff-, Sitzplatzproblemen und warmen Temperaturen zum Trotz war das Feedback stets sehr positiv.

Katrin und Daniel in Münster

Zur der sehr angenehmen und entspannten Atmosphäre der Veranstaltungen trugen Katrin und Daniel bereits vor dem eigentlichen Start der Lesungen bei, indem sie die Besucher*innen persönlich begrüßten. Diese warmherzige Art zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Vorstellung, ob während der Lesung – inklusive persönlicher Anekdoten – oder in angeregten Gesprächen im Anschluss.

Wir sind sehr froh, dass wir die beiden dafür gewinnen konnten und finden, dass sie ihre Sache famos gemeistert haben. Ein Riesendankeschön an Katrin und Daniel für die Mühe und Zeit, No Meat Athlete, Veganismus und Spaß am Laufen den Menschen näher gebracht zu haben.

Für alle, die es nicht zu den Vorstellungen geschafft haben, gibt es seit gestern einen Mitschnitt vom VSD in Dortmund.

 

Abschließend sei noch ein großes Dankeschön an alle gerichtet, die durch ihre Mithilfe diese Buchvorstellungsreise möglich gemacht haben.

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Trailrunning: Abseits der Straße

Trailrunning ist perfekt, wenn man das Gefühl hat, mal raus zu müssen. Auszubrechen, die Trainingsroutine und das normale Leben zu verlassen. Gut, das ist ein wenig übertrieben. Aber nur ein wenig. Matt Frazier schreibt in No Meat Athlete  über Trailrunning und weckte damit meine Neugier.

Heute stolperte ich dann völlig ungeplant in einen fast 10 Kilometer andauernden Trailrun. Und meine Güte, was hatte ich für einen Spaß dabei!

Indiana Jones in Laufschuhen

Das war heute mal wieder Abenteuer pur und ich kam mir vor, wie Dr. Jones persönlich, als ich über Wurzeln, Baumstämme, Schluchten und andere wilde Hindernisse gesprungen bin. Gut, das ist ein wenig übertrieben. Aber nur ein wenig. Ich bin nicht gesprungen, eher geklettert. Elegant sah das vermutlich auch nicht aus, aber es war ja keiner da, der’s gesehen hätte. Zum ersten Mal seit Tagen hatte ich heute das Gefühl, keinen Plan zu befolgen, sondern einfach der Natur zu folgen und zu sehen, wohin mich der Weg führte. Das war richtig gut!

Foto (1)

Trailrunning: Abenteuer oder sowas ähnliches

 

Verpflegungsstände alle paar Meter

Die Natur hat derzeit einiges zu bieten und wie ich voller Freude feststellen durfte, gab es beinahe jeden Kilometer ein reichhaltiges Buffet mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch für mich. Gut, das ist ein wenig übertrieben. Aber nur ein wenig. Der Herbst scheint dieses Jahr etwas früher eingesetzt zu haben und so kam ich ständig an reifen, dunklen Brombeeren vorbei. Und da ich ja nicht auf der Flucht war, sondern einen wunderschönen langen, langsamen Lauf hatte (Betonung auf langsam), konnte ich daran natürlich nicht vorbeipreschen. Hab mir alle halbe Stunde eine Handvoll Beeren gesammelt und so meinen Blutzuckerspiegel konstant gehalten. Das war bei den heutigen Temperaturen auch bitter nötig und so war ich sehr froh, als sogar ein Brunnen auf meiner völlig ungeplanten Route lag, an dem ich die Trinkflasche wieder auffüllen konnte.

Verpflegung unterwegs

Verpflegung unterwegs

Zum Schluss kam ich in den Genuss eines kühlen Fußbads. Schuhe aus, Socken aus und rein in den Bach. Die letzten Meter lief ich barfuß über die Wiese nachhause. Müsst ihr unbedingt auch mal machen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Es ist herrlich!

Noch gut 5 Wochen sind es bis zum Halbmarathon und um es kurz zu machen: es geht mir gut! Ich denke, das wird alles passen bis dahin und vielleicht frag ich mal beim Veranstalter nach, ob dir mir nicht ein paar Brombeeren an die Verpflegungsstationen legen können. Das war heute wirklich purer Luxus! Alleine deswegen wird Trailrunning ab sofort zu einem Bestandteil des Trainings.

 

Ein kühles Fußbad im kalten Bach!

Ein kühles Fußbad im kalten Bach!

 

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Ausgebremst in Woche 6

Hmpf … diese Woche ist meine Laune nicht die allerbeste, denn ich wurde ausgebremst. Und zwar so richtig. Dabei war ich grade so gut in Fahrt, was das Laufen anging!

Am Samstag hat mich ein Virus volle Breitseite erwischt und ich lag vier Tage lang flach. Erst dachte ich, ich könnte trotzdem laufen, denn ich hatte ja “nur” Schnupfen. Aber dann kam der Husten dazu und irgendwie war ich mir unsicher, ob es mich weiterbringt, trotzdem zu laufen. Klar, ein schlechtes Gewissen hatte ich, aber ich glaube, es war richtig, auf meinen Körper zu hören.

Genaugenommen steht es ja sogar im No Meat Athlete-Buch. Matt Frazier sagt, dass man lieber pausieren soll, wenn man das Gefühl hat, dass einem der Lauf mehr schaden als nutzen würde. Manchmal ist das gar nicht so einfach, zu unterscheiden. Aber ich habe mich entschieden, zu pausieren. 4 Tage lang … ich hoffe, das kann ich wieder aufholen.

Morgen geht es wieder los. Ich mache einfach weiter, als wäre nichts gewesen, wie es auch das Buch empfiehlt. Mal sehen, ob ich bereits an Kondition abgebaut habe, aber ich denke jetzt einfach mal positiv. Schließlich kann Super-Tobi nichts aufhalten. Auch kein doofer Schnupfen.

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Urlaub und Halbmarathontraining

Schließen sich Urlaub und Halbmarathontraining eigentlich aus?

Ich finde ja, das geht beides wunderbar zusammen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich beinahe vergessen hätte, heute meinen Blogeintrag für No Meat Athlete zu schreiben. Vor lauter Urlaubsstress!

Meist muss ich schmunzeln, wenn ich von Bekannten höre, wie schwierig es doch ist, im Urlaub das gewohnte Laufprogramm beizubehalten. Zu verlockend ist es, die Abende in Strandbars oder am Pool zu verbringen. Tagsüber ist es sowieso zu warm und morgens kommt man nicht aus dem Bett, weil man abends zu lange in der Strandbar war. In der Tat ein Teufelskreis.

Ich habe eine ganz einfache Lösung dafür gefunden.

Ich verbringe meinen Urlaub zuhause

Eingezwängt zwischen Terminen für die ich sonst das ganze Jahr keine Zeit habe und Aufgaben, die ich sonst nie erledigt bekomme wie zum Beispiel die Wohnung entrümpeln, Wände streichen, einen Arzttermin nach dem anderen absolvieren, genieße ich mein Halbmarathontraining in vollen Zügen. Das Laufen ist meine Insel, meine Strandbar und mein Pool. Matt Frazier schreibt in No Meat Athlete davon, “das Laufen lieben zu lernen”. Ich denke, das habe ich geschafft. Denn immer öfter ertappe ich mich dabei, dass ich laufen möchte, weil ich das Bedürfnis danach habe – und nicht weil es im Trainingsplan steht.

Trainingsplan für Vielbeschäftigte

Ich starte jetzt in die 6. Woche des Halbmarathon-Fitness-Plans und kann bis hierher sagen: der Plan hat es schon in sich. Die Einheiten scheinen auf den ersten Blick teilweise sehr kurz zu sein, aber kurz ist nicht gleichbedeutend mit locker. Donnerstag sind wieder 2 Berglaufeinheiten à 3 Minuten im Plan. Mit Aufwärmen und Cool Down bin ich rund 35 Minuten unterwegs. Aber diese 35 Minuten reichen, um mich zu fordern. Mir gefällt daran sehr gut, dass sich diese Zeitspannen optimal in einen Terminkalender einfügen lassen, der vollgepackt ist. So wie bei mir ab September, wenn ich ein Vollzeitstudium beginne.

Und nun feiere ich mein Bergfest, die Hälfte des Trainingsplans ist geschafft! Der Halbmarathon kann kommen. In 6 Wochen. Und keinen Tag früher.

Halbzeit!

Halbzeit!

 

 

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No Meat Athlete von Matt Frazier ist am 20. Juni 2014 im compassion media Verlag erschienen.
Wenn man bedenkt, dass es in No Meat Athlete um pflanzliche Ernährung und das Laufen von Distanzen geht, die die meisten Menschen nicht einmal gern fahren, stellt Matt Frazier seine Methoden und Informationen auf eine ausgesprochen zugängliche Weise dar, die ihre Leser mitreißt und ihnen das Gefühl vermittelt, es auch schaffen zu können.
— Brendan Brazier, Ironman und Autor von "Vegan in Topform"